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Ausflüge in die Umgebung von Lima

„Norte Chico“ und Sierra Central…

Es gibt viele gute Gründe für Perureisende, Lima als festen Tour-Bestandteil in ihr Reiseprogramm einzubauen und einige Tage für den Besuch einzuplanen. Nicht nur Lima selbst bietet genug Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten um 2 Tage Aufenthalt mit spannenden Erlebnissen zu füllen. Auch im weiteren Umfeld der peruanischen Provinz Lima Santa Eulalia LimaPazifikmetropole Lima gibt es herrliche Sehenswürdigkeiten, unberührte Naturlandschaften und ursprüngliche Ortschaften mit Flair zu entdecken.

Über 20 wundervolle Ausflugsziele im Umland

Viele Touristen werden auf ihrer Perureise nichts von der kulturellen und landschaftlichen Vielfalt des Umlands von Lima kennenlernen. Was der Reisende verpasst, ist nicht nur der Charme einer multikulturellen Metropole, Parks, Strände, Gourmet-Tempel und sehenswerte Stadtteile mit dem Flair vergangener Tage. Wer das Umland von Lima nicht besucht hat, dem entgeht auch ein unvergessliches Erlebnis: vielfältige Naturlandschaften, atemberaubende Ausblicke und spannende Einblicke in das alltägliche Leben der Peruaner abseits vom Massentourismus. Wer ein Stück unverfälschtes, authentisches Peru kennenlernen möchte, sollte auf jeden Fall einige dieser Ausflüge in Umgebung Limas unternehmen.

Richtung Nord-Westen –
Walfahrtsorte und atemberaubende Bergwelt

Umgebung Canta LimaDie erste Route führt ins Umland nord-westlich von Lima, vorbei an den Stadtteilen Comas und Carabayllo der Route 20A folgend. Ziel ist der 63 km von Lima entfernte Wallfahrtsort “Santa Rosa de Quives” in der Provinz Canta. Das kleine Dorf in malerischer Umgebung ist ein traditionsreicher katholischen Wallfahrtsort sowie Geburtsort der Limeña (limeña = weibl. Bewohner Limas) und heiliggesprochenen „Rosa de Lima“. Ein sehenswertes Örtchen, das vom Massentourismus noch nicht entdeckt wurde.

Folgt man der Route 20A weiter Richtung Nord-Westen trifft man auf den Ort Canta. (rund 100 km von Lima entfernt) Der Ort liegt 1600 Meter über dem Meeresspiegel und ist ein wundervoller Ausgangsort für Trekking-Touren. Schon hier kann der Reisende das typische andine Panorama mit grünen Hügel, Felder und Flussläufen. Genießen Sie die typischen Gerichte, die Gastfreundschaft und die kraftvolle Ausstrahlung der fantastischen Bergwelt.

Nur wenige Kilometer von Canta entfernt folgt man 4 km der Carretera Obrajillo ins gleichnamige Örtchen. Das winzige Dörfchen und die herrliche, unverbrauchte Berglandschaft ist ein beliebter Ort um am Flussufer zu campen, Ausritte mit dem Pferd und Trekkingtouren zu Wasserfällen und klaren, frischen Flussläufen.

Richtung Westen
Von Chosica nach San Pedro de Casta

An den Stadtteilen Ate und Chaclacayo vorbei nach Chosica. Chosica ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Limeños und einer der bevorzugten Wohnorte viele Ausländer – wegen seines milden, sonnigen Klimas. Chosica beeindruckt durch saftiges Grün, gepflegte (Freizeit)Parks und großes Freizeitangebot: Tipp: Besuch des Club de Regatas la Canuta.

Chullpas Marcahuasi Lima PeruFolgt man der Carretera 116 weiter kommt man ins 37 km von Lima entfernte Santa Eulalia. Das Klima ist trocken mit vielen Sonnenstunden. Ein schönes Örtchen zum Verweilen.

Von Santa Eulalia geht es weiter nach San Pedro de Casta. Die Strecke bietet dem Reisenden ein wundervolles Anden-Panorama; vorbei an pitoresken Dörfchen bis auf 4000 Meter Höhe. Ein fantastisches Abenteuer in der Berg-Idylle der Anden. Von San Pedro de Casta aus kann man zu Fuß und/oder Pferd den Ort Marcahuasi (101 km von Lima entfernt) erreichen; hinauf zum höchsten Punkt der Route mit einem atemberaubenden Ausblick. Die fantastischen Steinformationen, einige archäologische interessante Funde (Chullpas, Gräber) und Bergseen über den Wolken hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

Die Sierra Central
Zur Blumenstadt Tarma und der Lagune von Jauja

Eine andere Route führt direkt in die Sierra Central. In Chosica nimmt man nicht die Carretera 116 sondern folgt der Carretera Central. Vorbei an kleinen Ortschaften führt die Strecke zu einer der höchsten Passstraßen Südamerikas; sie passieren den 4818 Meter hohen Ticlio (auch Abra de Antícona) im Departamento Lima. Danach geht es wieder bergab (vorbei am tristen Bergwerksort La Oroya) bis man dann endlich einen der schönsten Tarma Sierra Central Lima PeruOrte der Sierra Central erreicht: Tarma – auch als Perle der Anden bezeichnet – auf 3000 Meter über dem Meeresspiegel und etwas über 200 km nordwestlich von Lima gelegen. Hier dominieren fruchtbare Felder, Gemüsegärten und endlose Blumenfelder das Bild. (Die Anfahrt mit dem Bus dauert rund 6 Stunden)

Santa Ana der Tarma – so der offizielle Name – ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und ein bedeutendes Blumenanbauzentrum. Sehenswert ist das beschauliche, historische Zentrum, die Plaza Mayor, einige republikanische und koloniale Bauten und einige wundervolle Landgüter. In der Karwoche – der Semana Santa – verwandeln sich die Straßen in beeindruckende Blumenteppiche! Tipp: man sollte unbedingt ein typisches Pachamanca (verschiedene Fleischsorten und Gemüse) probieren!

Lagune Jauja Sierra Central PeruEs lohnt sich, einen oder zwei Tage in Tarma zu verbringen, um die Umgebung zu erkunden. In der Näheren Umgebung findet man das Heiligtum des Señor von Muruhuay, das 40 km entfernte San Pedro de Cajas (berühmt für die typischen Webarbeiten der Region) oder das 3000 Meter hoch gelegene Jauja; berühmt für seine herrlich idyllische Lagune, archäologischen Fundstätten und seine typische Küche: Forelle mit traditionell gebackenem, frischem Brot. Tipp: Von Tarma gibt es preiswerte Sammeltaxis nach „La Merced“. Die Stadt gilt als Eingang zur Selva Central, dem zentralen Regewald Perus. Die 1,5 Stunden dauernde Fahrt (rund 72 km) auf der Route 22B beeindruckt durch seine landschaftliche Schönheit mit einigen Wasserfällen.

Der „Norte Chico“ von Lima
Auf der Panamericana Richtung Norden

Folgt man der legendären Panamericana Richtung Norden – entlang der Pazifikküste – erreicht man nach rund einer Stunde Fahrzeit den Eco Truly Park. Die sehenswerte Öko-Kommune der hinduistischen Krishna Gemeinschaft mit ihren sehenswerten, konischen Bauten – den Truly – ist ein sehr beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen auf der Suche nach Spiritualität, Ruhe und Natur. Eco Truly Park ist 63 km von Lima entfernt und bietet u. a. einen Campingplatz, Verkauf organischer Produkte, ein Restaurant mit guter vegetarischer Küche, Bäckerei, Meditations- & Yoga Zentrum uvm an.

Rund 9 km von der comunidad ecológica Eco Truly park entfernt liegt der sehenswerte Ort Chancay. Bekannt ist der Ort vor allem wegen seiner Burganlage; dem “Castillo de Chancay” aus dem 19. Jahrhundert. Die sehenswerte Burganlage mit Schwimmbad und herrlichem Ausblick aufs Meer macht den Ausflug auch für Kinder zu einer spannenden Sache. Die Anlage verfügt über 10 Salons, 250 Zimmer, 12 Terrassen und 4 Torreones.

Chancay Umgebung Lima PeruAuch der Ort Chancay selbst ist von Interesse. Insbesondere das historische Zentrum des Ortes mit der typischen Plaza de Armas ist ein Besuch wert. Chancay wurde im Jahr 1562 durch die Spanier gegründet; im Siedlungsgebiet der Chancay-Kultur welche sich zwischen 1300 und 1450 n. Chr. entwickelte. Neben dem Zentralplatz (Plaza de Armas) gehört die Kirche „Iglesia Matriz de la Inmaculada Concepción“, die Kapelle „Capilla de la Virgen de los Dolores“ und das Museum “Museo de Chancay“ zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Weiter Richtung Westen bietet sich ein Abstecher in einer der schönsten Städte der Region an: das Städtchen Huaral. In dem pitoresken Ort hat sich noch viel Typisches und Traditionelles erhalten. Von Huaral ist es nur ein kleines Stück zum Naturreservat Lomas de Lachay. Dieser unter Naturschutz stehende Ort beherbergt auf 5000 Hektar neben der typischen Tier- und Pflanzenwelt der Region, archäologische Funde der Chavín und der Tiahuanaco Kultur.

Huacho Umgebung Lima Peru

Foto by Ditafel, Wikipedia, Lizenz CC BY-SA 3.0

Verlässt man die Lomas de Lachay und folgt der Panamericana weiter Richtung Norden trifft man auf einer der schönsten Strände der Region: die Playa El Paraíso! 136 km von Lima entfernt ist der wundervolle Strand für seine intakte Natur, seine reichhaltige Vogelwelt und archäologischen Stätten bekannt und beliebt.

Weiter entlang der Panamericana ist die Stadt Huacho ein lohnenswertes Ausflugsziel. Seine alte Plaza mit den typischen Gebäuden der Region, Hafen und Strandpromenade (Malecon), Grünflächen und Blumenbeete laden zum Spazieren und Relaxen ein. Außerhalb der Stadt findet man üppige Gärten, Felder, Wiesen, kleine Wäldchen und Lagunen. Der Ort ist ein beliebtes Reiseziel, zumal er einige sehr gute Restaurants beherbergt. Tipp: Ein „ceviche de pato“ (Ente) probieren, eines der traditionellen Gerichte der Region.

Caral Lima PeruNur wenige Kilometer von Huacho entfernt liegt die Lagune “Albufera de Medio Mundo”, ein Paradies für Vögel! Die 7 km lange Lagune soll eine der größten Lagunen Amerikas sein und ist für seine artenreiche Vogelwelt bekannt. Inmitten dieses Areals kann man Bungalows mieten, ebenso wie kleine Boote. Der Höhepunkt dieser Route ist das wiederum nur wenig Kilometer entfernte antike Fortaleza de Paramonga (Ein antike Tempelanlage der Chimú und Mochica, die später von den Inka erobert wurde) und das sagenhafte Caral: UNESCO Welterbe und älteste Stadtsiedlung auf dem amerikanischen Kontinent! Das Alter dieser Stadt wird auf rund 5000 Jahre Datiert; seine Blütezeit um 1800 – 1000 v. Chr. Caral gilt heute als Wiege der Andinen Zivilisation (cuna de la civilización andina).

…. Fortsetzung folgt!
„Sur Chico“ – der Süden Limas

Fotos: Falls nicht anders gekennzeichnet, wurden die Fotos mit freundlicher Genehmigung von PromPeru zur Verfügung gestellt.